10 Jahre HZV in Baden-Württemberg

„Einfach.Besser.Versorgt." lautete das Motto des Festakts zum zehnjährigen Jubiläum der hausarztzentrierten Versorgung (HZV) am 10. Oktober 2018 in Stuttgart. Informativ, motivierend, überzeugend lautete das Fazit vieler der rund 1.400 Gäste, die der Einladung der Vertragspartner gefolgt waren.

Festakt 10 jahre hzv

 

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Für den stimmungsvollen Auftakt im Hegelsaal des Kultur- und Kongresszentrums Liederhalle sorgten die Band füenf - die Vokalvirtuosen aus Stuttgart. Es folgte eine filmische Zeitreise durch zehn bewegende und erfolgreiche Jahre. Viel lobende Worte für die alternative Regelversorgung fand Manfred Lucha, Baden-Württembergs Minister für Soziales und Integration. Nicht zuletzt auch deshalb, weil er sich bereits 2017 bei einem Praxisbesuch in der Pfedelbacher Gemeinschaftspraxis von Dr. Susanne Bublitz und Dr. Petra Sandig ausführlich von den Vorteilen des strukturierten Zusammenspiels von Haus- und Fachärzten überzeugen konnte.

Als „Innovationsmotor für Deutschland“ bezeichnete Professor Ferdinand Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Universität Frankfurt, die HZV in Baden-Württemberg. Zusammen mit sechs Facharztverträgen sei es gelungen, einen „deutlichen Vorsprung gegenüber der Regelversorgung“ zu erarbeiten. Das unterstreiche auch die aktuelle wissenschaftliche Evaluation. Das Motto des Festakts sei daher treffend gewählt und hob dabei die qualifizierte Unterstützung der über 2.200 VERAHs besonders hervor.

Gut geführte HZV-Praxen seien auch attraktiv für den hausärztlichen Nachwuchs geworden, so der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg, Dr. Berthold Dietsche und bedankte sich für die engagierte Umsetzung der HZV durch mittlerweile 5.000 Haus- und Kinderärzte. Der HZV-Vertrag sei von Anfang an ausbaufähig angelegt, erklärte Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Mit Nephrologie, Pulmologie und HNO werde die alternative Regelversorgung im kommenden Jahr um weitere Facharztgebiete erweitert.

Mit digitaler Magie begeisterte dann der international bekannte iPad-Zauberer Simon Pierro die Zuschauer. Beim Thema Digitalisierung wollen auch die Vertragspartner weiter vorankommen. Auf Basis der entwickelten und gelebten „Kultur der Zusammenarbeit“ sollen ab dem ersten Quartal 2019 zunächst mit drei IT-Anwendungen sukzessive digitale Strukturen aufgebaut werden, um die Qualität der Alternativen Regelversorgung auch online nachhaltig zu sichern: das sind der elektronische Arztbrief, die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (E-AU) und das elektronische Medikamentendossier. „Wir müssen endlich vom Fax-Standard wegkommen“, betonte Dr. Werner Baumgärtner, Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg. Ohne eine „saubere Kommunikationsstruktur“ gerate die Ärzteschaft gegenüber anderen Akteuren im Gesundheitswesen und anderen Branchen ins Hintertreffen.

 


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           BoschBKK 2017